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Omkareshwar, am und als Insel teilweise auch im heiligen Fluss Narmada gelegen, hat zwar als Pilgerort eine jahrtausendealte Tradition.  Abseits der Großstädte und durch den sehr felsigen Boden

Brennholz für die Mahlzeiten

Brennholz für die Mahlzeiten

sind die Lebensumstände für die hiesige Bevölkerung sehr schwierig. Das Dorf lebt weitgehend von den Pilgern, und insbesondere die Kinder des Inseldorfs hatten bis zur Gründung der Schule keinerlei Zugang zu Bildung und sonstigen Ressourcen – im mittelindischen Bundesstaat Madhya Pradesh gibt es keine Schulpflicht.

Ging man vor 1999 über die Brücke vom Dorf auf den Inselteil Omkareshwars, war man sofort umgeben von unzähligen ausgestreckten Kinderhänden, die um Rupien bettelten. Für die Eltern war es ganz selbstverständlich, dass die Kinder auf diese Weise zum kargen  Familieneinkommen beitrugen.

Die Swamis des Sri Mata Anandamayi Ashram hatten die Vision einer besseren Zukunft für diese Kinder und für die ganze Gemeinde. Sie setzten alles daran, möglichst viele Eltern davon zu überzeugen, das von den Kindern erbettelte Zusatzeinkommen zu opfern für eine freie, qualitativ hochwertige Bildung ihrer Kinder – eine überraschend schwierige Aufgabe. Inzwischen konnten jedoch schon einige der ersten „Ehemaligen“ nach der in Indien 10 Klassen umfassenden Schullaufbahn in solide Berufsausbildungen vermittelt werden oder dank spendenfinanzierter Stipendien sogar ein Studium beginnen.

IMG_7749Im Sommer 2016 besuchen ca. 300 Jungs und Mädels die Schule und den angeschlossenen Kindergarten. Der Lehrplan umfasst alle für die staatliche Anerkennung des Schulabschlusses erforderlichen Fächer und ist darüber hinaus angereichert mit zahlreichen künstlerischen Elementen, neben Malen insbesondere Musik (Singen, klassische indische Rhythmusinstrumente), traditionelle indische Tänze sowie das Feiern der zahlreichen Jahreszeitenfeste, die sich aus dem großen Spektrum der hinduistischen Mythologie und ihrer den Alltag durchdringenden Religiosität ergeben.

Aufgrund der erschreckend allgegenwärtigen Korruption erhält die Schule keine staatlichen Mittel – die Hälfte davon müsste sie auf dubiose Konten einzahlen mit dem ständigen Risiko der Schulschließung, wenn die geforderten Schmiergeldzahlungen publik werden sollten. So finanziert sie sich von Beginn an über Spenden aus dem indischen Freundeskreis von Anandamayi Ma sowie Gästen und Freunden in Europa und USA.