Ashram-Schule in Omkareshwar

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Eingangstor zur Anandamayi Ma Ashram-Schule

Eingangstor zur Anandamayi Ma Ashram-Schule

Das Schulprojekt in Omkareshwar besteht aus zwei Elementen:

  • der Schule und ihrem Kindergarten sowie
  • dem angegliederten Wohnhaus/Internat (Hostel), fast nur für Jungen (seit Schuljahresbeginn 201/16 lebt auch eine Lehrerin mit ihrer Tochter im Ashram)

Im Jahr 1999 wurde als Basis für Schule und Kindergarten im abgelegenen Pilgerort Omkareshwar am heiligen Fluss Narmada im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh ein kleiner Ashram (klosterähnliche Gemeinschaft) gegründet mit dem vorrangigen Ziel, den Kindern der verarmten Dorfbevölkerung über Schulbildung eine Alternative zur Bettlerexistenz ihrer Eltern zu eröffnen.

Das übergreifende Lernziel wird im Schulprospekt folgendermaßen formuliert:

„Indien ist ein Land der farbenfrohen religiösen Feste. Die Festtage werden an unserer Schule gefeiert, um die ethische Haltung und die Begeisterungsfähigkeit unserer Schüler anzuregen. Die Teilnahme stärkt ihren Charakter, sie begegnen grundlegenden Werten wie Liebe, Frieden und Brüderlichkeit, die sie zu bewussteren menschlichen Wesen werden lassen. Sie werden ermutigt, der Menschheit zu dienen und ihr Leben so zu leben, dass die Erde zu einem besseren Lebensort wird.“

Der Lehrplan umfasst alle für die staatliche Anerkennung des Schulabschlusses erforderlichen Fächer und ist darüber hinaus angereichert mit zahlreichen künstlerischen Elementen, neben Malen insbesondere Musik (Singen, klassische indische Rhythmusinstrumente), traditionelle indische Tänze sowie das Feiern der zahlreichen Jahreszeitenfeste, die sich aus dem großen Spektrum der hinduistischen Mythologie und der den Alltag durchdringenden Religiosität ergeben. Schulgarten sowie diverse Aufforstungs- und Reinigungsaktionen bezeugen ein in Indien noch ungewöhnliches ökologisches Engagement.

Die furchterregende (?) Göttin Kali...

Die furchterregende (?) Göttin Kali…

Derzeit besuchen ca. 300 Jungs und Mädels Schule und Kindergarten, die ersten „Ehemaligen“ haben solide Berufsausbildungen oder dank spendenfinanzierter Stipendien sogar Studien beginnen können.

Aufgrund der erschreckend allgegenwärtigen Korruption erhält die Schule keine staatlichen Mittel – die Hälfte davon müsste sie auf dubiose Konten einzahlen mit dem ständigen Risiko der Schulschließung, wenn die Schmiergeldzahlungen publik werden sollten. So finanziert sie sich von Beginn an über die Bewirtung von Gästen sowie Spenden des indischen und internationalen Freundeskreises.